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VERSCHIEDENE ARTEN VON YOGA

Die folgenden Texte sind größtenteils dem Buch "YOGAMRITA - Die Essenz des Yoga" von ParamapadmaDhiranandaji entnommen.

Es gibt viele verschiedene Yogaarten (gemäß Yogaschriften werden 108 erwähnt), die alle ihre gemeinsamen Wurzeln im sogenannten Astanga-Yoga (Ashtanga Yoga) haben. Dieser klassische  Astanga / Ashtanga Yoga beruht auf den Yoga Sutren von Rishi Patanjali  (acht Stufen des Yoga, s. Yogamrita Seite 17).

Zugleich folgen alle Yogaarten den drei Grundprinzipien des Yoga:

  • Karma-Yoga (Yoga der Tat)

  • Jnana-Yoga (Yoga des Wissens)

  • Bhakti-Yoga (Yoga der Hingabe und Liebe)

Diese drei Grundprinzipien des Yoga regen die spirituelle Entwicklung spiralförmig wie folgt an:

  • Durch eine Tat (karma) entsteht Wissen.

  • Durch Wissen (jnana) entsteht Hingabe.

  • Durch Hingabe (bhakti) entsteht Wahrheit und Liebe sowie die Motivation, noch mehr für die spirituelle Entwicklung zu tun (karma).

Dadurch beginnt der karma - jnana - bhakti Kreislauf von neuem.

Ein Beispiel zu diesen drei Grundprinzipien:

  • Durch Yogaübungen (karma) entsteht ein bestimmtes inneres Wissen (jnana).

  • Durch dieses Wissen entsteht Hingabe (bhakti) und somit der Wunsch, noch intensiver Yoga zu üben.

Man kann auch sagen: ohne karma kein jnana, ohne jnana kein bhakti.

Das Ziel aller Yogaarten ist dasselbe, nämlich die Einheit von individueller und allumfassender göttlicher Seele bewusst zu erleben.

Astanga Yoga (Ashtanga Yoga)

Hatha Yoga

Raja Yoga

Kriya Yoga


Astanga Yoga (Ashtanga Yoga)

 

Anmerkung: Astanga Yoga und Ashtanga Yoga sind das Gleiche. Die klassische indische Sprache Sanskrit hat ein eigenes Schriftsystem, das nur in der wissenschaftlichen Umschrift exakt wiedergegeben werden kann. Wiedergaben in vereinfachter Umschrift können voneinander abweichen.

Rishi Patanjali hat in den Yogasutren (Quellentext des klassischen Yoga) beschrieben, wie man bewusst dahin kommen kann, was Yoga meint.

 
Er beschreibt in den ‚acht Stufen des Yoga‘ oder auf Sanskrit : Astanga-Yoga wie man  dieses Ziel erreichen kann.

Die acht Stufen des Yoga sind:

  • yama (Kontrolle)

  • niyama (Disziplin)

  • asana (körperliche Stellungen),

  • pranayama (Zurückhalten der Lebensenergie)

  • pratyahara (Zurückziehen des Sinnesbewusstseins und der Sinne)

  • dharana (Konzentration)

  • dhyana (Meditation)

  • und samadhi (Vereinigung mit paramatma, Erleuchtung).

Der achtstufige Weg des Yoga wird auf Sanskrit Astanga Yoga genannt. Diese Stufen bauen aufeinander auf. In der Praxis werden jedoch mehrere Stufen nebeneinander geübt. Das Ziel des (Astanga) Yoga ist samadhi, die Erleuchtung oder Einheit mit Gott und somit mukti (die Befreiung, s. Yogamrita Seite 183 f.).

Anmerkung: Astanga Yoga und Ashtanga Yoga sind das Gleiche. Die klassische indische Sprache Sanskrit hat ein eigenes Schriftsystem, das nur in der wissenschaftlichen Umschrift exakt wiedergegeben werden kann. Wiedergaben in vereinfachter Umschrift können voneinander abweichen.

Der klassische Astanga Yoga (Ashtanga Yoga) ist nicht mit dem heute oft geübten Power- oder Ashtanga Yoga identisch. Dieser ist eher Sport, Fitness oder Gymnastik zuzurechnen.

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Hatha Yoga

Hatha Yoga ist heute die bekannteste und am häufigsten ausgeübte Yogaart im westlichen Kulturkreis. Praktiziert werden vor allem Körperübungen und Atemübungen. Dies dient der Erlangung von körperlicher Flexibilität, Fitness, guter Gesundheit und Entspannung.

Im Gesamtkontext des Yoga kommt dem Hatha Yoga aber ein weit größerer Stellenwert zu.

Hatha-Yoga: ha bedeutet ›Sonne‹ und tha bedeutet ›Mond‹. Hatha bedeutet die Verbindung von Sonne und Mond.

Hatha Yoga meint die Vereinigung von prana, dessen Name von der Sonne kommt, und apana, dessen Name sich vom Mond herleitet (prana und apana sind zwei verschiedene Luftarten, die in "Yogamrita" auf Seite 142 ff. ausführlich erläutert werden).

Hatha Yoga bedeutet auch Ausgleich zwischen ida, dem Mondnerv und pingala, dem Sonnennerv (s. Yogamrita Seite 145 ff.). Wenn diese beiden Nervenströme gleichermaßen angeregt werden, dann wird ein ausgewogener Zustand herbeigeführt, der weder durch Überaktivität noch durch übermäßige Passivität gekennzeichnet ist.

Sattva guna ist in dieser Zeit aktiv. In diesem Zustand ist es einfacher, nach innen zu gehen und die Einheit mit Gott zu erreichen.

Hatha Yoga bedeutet also die Einheit mit Gott durch ein ausgewogenes Zusammenwirken unserer aktiven und passiven Kräfte, versinnbildlicht durch Sonne (aktiv) und Mond (passiv), zu erreichen.

Die ersten vier Stufen des Astanga Yoga: yama, niyama, asana und pranayama (s. Yogamrita Seite 17 ff.) gehören zu Hatha Yoga. Sie sind eine Vorbereitung für Raja Yoga und für alle anderen Yogaarten.

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Raja Yoga

Raja Yoga: raja bedeutet König. Raja Yoga ist der König unter den Yogaarten.

Den Geiststoff durch die fünf höheren Stufen des Astanga Yoga (pranayama, pratyahara, dharana, dhyana und samadhi) vollständig zu kontrollieren und dadurch mit dem universalen Bewusstsein zu verschmelzen, ist das Ziel von Raja Yoga.

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Kriya Yoga

Kriya Yoga: Raja Yoga und Kriya Yoga sind sich sehr ähnlich.

Kriya Yoga ist eine Methode, welche die körperliche, geistige und spirituelle Entwicklung gleichermaßen fördert.

Das Wort kri (ka) bedeutet ›Tun‹, und das Wort ya bedeutet ›Seele‹. Ohne die Seele funktioniert der Körper nicht, auf der anderen Seite kann auch die Seele ohne den Körper nicht arbeiten. Körper, Geist und Seele sind untrennbar und voneinander abhängig.

Ein Kriya Yogi erkennt bei jeder Handlung, dass atma (die individuelle Seele) der in Wahrheit Handelnde ist. Das Ziel des Kriya Yoga ist, die Einheit von individuellem und allumfassendem Bewusstsein bei jeder körperlichen Aktivität und bei allen Gemüts- und Geisteszuständen zu fühlen.

Der originale, authentische Kriya Yoga wird in Österreich, Deutschland und der Schweiz von Paramapadma Dhiranandaji gelehrt.

Informieren Sie sich über die regelmäßig stattfindenden Wochenend- und Urlaubsseminare.

Auch im Yogazentrum Hörbranz finden regelmäßig Kriya Yoga Seminare statt.

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